Erste GKVs nehmen Zusatzbeiträge
An zwei Händen kann man die gesetzlichen Krankenkassen inzwischen abzählen, welche zusätzlich zum festen GKV-Beitrag noch weitere Zusatzbeiträge erheben. Gerade gesetzlich Krankenversicherte bei den Kassen GBK Köln und der BKK für Heilberufe merken es richtig: bis zu 37,50 EUR soll hier der zusätzliche Sonderobolus betragen. Die BKK Westfalen Lippe ist mit 12 EUR da noch moderat – dennoch dürfte es viele GKV-Versicherte ärgern, dass sie hier schon wieder tiefer in die Tasche greifen müssen.
Wie so oft wird auch nun wieder eine heftige Diskussion darüber entbrennen, wo wir mit unseren Gesundheits- und Krankenversicherungssystem hin wollen. Wie können wir es uns auf Dauer leisten, dass wir immer älter werden – und die Medizin, die dieses Älterwerden ermöglicht und begleitet, über all die zusätzlichen Lebensjahre auch bezahlen müssen?
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt den Versicherten der gesetzlichen Kassen, die jetzt Zusatzbeiträge kommuniziert bekommen: ihnen steht ein Sonderkündigungsrecht zu. Doch bevor man wechselt, sollte man genau überlegen, ob sich das trotz aller Wut tatsächlich lohnt. Denn so groß sind die Unterschiede nicht mehr – und bei 8 oder 12 EUR im Monat Beitragsunterschied dürfte es für viele noch nicht genug lohnen, um die Bürokratie, die mit dem Kassenwechsel verbunden ist, über sich ergehen zu lassen..
