Risikolebensversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung
Gerade im Versicherungsbereich stellt sich für die Kunden oftmals die Frage, welche Versicherung benötigt wird, und welche nicht. Einige Versicherungen sind sicherlich grundsätzlich für nahezu jede Person sinnvoll, andere nur für einen bestimmten Personenkreis. Zu den allgemein sinnvollen Versicherungen gehören sicherlich auch die Risikolebensversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Beide Versicherungen schützen den Versicherten bzw. dessen Angehörige vor den finanziellen Folgen eines Schadensfalles, der sonst unter Umständen die gesamte Existenz des Versicherten und seiner Familie gefährden könnte. Grundsätzlich ist der Verwendungszweck und der Grundgedanke der beiden Versicherungen dennoch verschieden.
Im Rahmen der Risikolebensversicherung schließt der Versicherungsnehmer eine Versicherung für den Todesfall ab. Außer der Zahlung der Versicherungssumme an einen im Vertrag genannten Begünstigten bei Versterben des Versicherten, bietet die Risikolebensversicherung keine weiteren Leistungen. Von daher ist diese Versicherung hauptsächlich für diejenigen Personen zu empfehlen, die als Alleinverdiener den Lebensunterhalt der Familie bestreiten. Durch die Zahlung der Versicherungssumme im Todesfall des Versicherten, wird die Familie (Ehepartner, Kinder) finanziell abgesichert. Die Risikolebensversicherung ist also im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung eine reine Todesfallversicherung.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird im Unterschied zur Risikolebensversicherung für den Erlebensfall abgeschlossen. Allerdings wird auch hier ein erhebliches finanzielles Risiko des Versicherten und dessen Familie abgesichert, die Berufsunfähigkeit und somit den Wegfall des Gehaltes des Versicherten. Da die gesetzliche Erwerbslosenrente bei weitem nicht ausreicht, um den bisherigen Lebensstandard bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit zu sichern, ist der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sehr zu empfehlen. Zudem tritt diese auch schon bei Berufsunfähigkeit ein, und nicht erst bei Erwerbsunfähigkeit, wie die gesetzliche Versicherung.
Von den beschriebenen Fakten ausgehend kann man also die Risikolebensversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht in dem Sinne miteinander vergleichen, dass eine Versicherung besser als die andere ist, sondern wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, sind beide Versicherungsarten sinnvoll, da sie verschiedene Risiken abdecken. Die Risikolebensversicherung sichert die Angehörigen des Versicherten in dessen Todesfall finanziell ab, die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert den Versicherten selbst, und natürlich damit indirekt auch die Angehörigen vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit und dem damit verbundenen Wegfall des Einkommens ab.
