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Tierkrankenversicherungen – nur OP absichern oder mit komplettem Schutz?

Neben dem Auto sind Tiere das liebste Kind der Deutschen. Millionen von Hunden und Katzen werden in privaten Haushalten gepflegt; dazu kommen Reitpferde und allerlei exotische Tiere. Die Haltung von Haustieren ist oft mit erheblichen Kosten verbunden. Frei laufende Katzen und generell jeder Hund etwa müssen gegen Tollwut geimpft werden und sollten Breitbandantibiotika erhalten, um gegen die schädlichen Auswirkungen einer verschmutzten Umwelt gewappnet zu sein. Um die nicht unerheblichen Kosten einer veterinärmedizinischen Behandlung abzumildern, bieten verschiedene Versicherungsgesellschaften Tierkrankenversicherungen an.

Es gibt reine Tier-OP-Versicherungen, die auch nur im Fall einer wirklichen Operation des Tieres zur Verfügung stehen und entsprechend teurere Tierkrankenversicherungen, die auch allgemeine Untersuchungen mit abdecken.

In aller Regel fordert eine Tierkrankenversicherung eine Selbstbeteiligung. Diese übersteigt bei weitem die Anschaffungskosten von Kleintieren wie Hamstern oder Meerschweinchen, so dass es aus finanzieller Sicht hier nicht lohnt, eine entsprechende Versicherung abzuschließen, zumal in Folge der geringen allgemeinen Lebenserwartung solcher Tiere eine größere Behandlung nicht sinnvoll ist. Katzen und Hunde aber, die eher den Charakter eines Lebensgefährten haben, wachsen dem Menschen sehr ans Herz und werden im Lauf ihres Lebens Geld kosten. Bei solchen Tieren lohnt sich eine Tierkrankenversicherung durchaus. Ähnliches gilt, wenn man sich Exoten wie etwa Reptilien ins Haus holt, die bereits in der Anschaffung extrem teuer sind.

Eine Tierkrankenversicherung deckt in keinem Fall Schäden ab, die durch das Tier verursacht werden wie etwa die Beschädigung des Mobiliars. Hierzu bedarf es einer privaten Haftpflicht, die diese Schäden in der Regel übernimmt, sofern es sich nicht um ausgewiesen gefährliche oder gar verbotene Tiere handelt.
Beim Abschluss von Tierkrankenversicherungen spielt zudem das Alter des Tieres eine Rolle. Je älter das Tier ist, desto höher ist der Tarif; hier unterscheiden sich Tierkrankenversicherungen nicht von privaten Krankenversicherungen für Menschen. Extrem alte Tiere werden generell nicht mehr als “Neukunden” in eine Versicherung aufgenommen.