Zielratenfinanzierung
Die Zielratenfinanzierung ist ein Begriff, der den meisten Verbrauchern im Zusammenhang mit einer Autofinanzierung begegnen könnte. Sie bezeichnet eine Finanzierungsart, die dem Leasing sehr nahe kommt und dem Kreditnehmer während der Finanzierungszeit größere finanzielle Spielräume lässt, weil die Raten, die auf das kreditierte Fahrzeug gezahlt werden müssen relativ gering sind, da am Ende der Laufzeit des Kreditvertrages die Zielrate steht.
Diese moderne Art sein Fahrzeug zu finanzieren gibt es schon seit längerer Zeit und ist auch unter den Begriffen Stockratenfinanzierung, Schlussratenfinanzierung, Ballonratenfinanzierung oder Drei-Wege-Finanzierung bekannt. Die Zielratenfinanzierung lässt sich für den Kreditnehmer in Absprache mit dem Autohändler relativ flexibel gestalten. Die Höhe der Zielrate muss in jedem Fall dem Restwert des Fahrzeuges zu diesem Zeitpunkt entsprechen, es kann natürlich auch eine niedrige Zielrate festgelegt werden. Wenn beispielsweise ein Autokäufer 5.000 Euro Festgeld angelegt hat, dass in drei Jahren fällig wird, kann er die Zielrate auf 5.000 Euro setzen lassen und damit schon bei Beginn der Finanzierung die über 36 Monate geht, planen, für die Zielrate die finanziellen Mittel aus der Festgeldanlage zu verwenden.
Bei einigen Formen dieser Finanzierungsart mit einer Zielrate hat der Kunde auch die Möglichkeit das Fahrzeug dem Händler zurückzugeben und sich für ein neues Produkt zu entscheiden. Die Zielratenfinanzierung bringt nicht nur dem Kunden den Vorteil den niedrigen Raten, sie sorgt gleichermaßen dafür, dass zwischen Autokäufer und Händler sowie der finanzierenden Bank ein längerer Kontakt besteht, weil viele der Kunden die Zielrate erneut bei der Bank finanzieren, in dem sie daraus eine Anschluss- oder Restwertfinanzierung machen. Die Zielratenfinanzierung macht es letztlich möglich, dass auch Kreditnehmer mit einem etwas geringeren Haushaltseinkommen sich Fahrzeuge leisten können, die aufgrund ihres hohen Kaufpreises eigentlich nicht in ihr Budget passen.
